Ergebnisse:

1:0 WFM Elaine Bamber (2085) Schottland
0:1 Darcy Davenport (2141) vereinslos
0:1 Paul Krzesinski (2059) Frankfurter TV 1860
1:0 Nedjeljko Busic (1909) SC Bad Nauheim
½:½ Matthias Schramm (1884) SC Bad Soden
½:½ Andreas Göbel (1905) SC Brett vorm Kopp Ffm
½:½ Dr. Jörg-Martin Schultze (1902) SF Anderssen Wetzlar

Bericht:

Bereits zum 4. Mal nahm ich am Rhein-Main-Open in Bad Homburg in der A-Gruppe teil. Das Turnier fand zum 17. Mal statt (im Bürgerhaus Kirdorf).

Zu den Runden:

In der 1. Runde traf ich mit Weiß auf WFM Elaine Bamber aus Schottland, die aktuell zweitbeste Spielerin Schottlands nach ELO (2085). Ich kam mit Vorteil aus der Eröffnung und konnte im Mittelspiel taktisch eine Figur gewinnen. Im Endspiel geriet ihr König in Bedrängnis und ich konnte mit Leichtfiguren und Turm Matt setzen. Partie gegen Elaine Bamber zum Nachspielen

In Runde 2 spielte ich mit Schwarz gegen Darcy Davenport (2141). Mein Gegner stand nach der Eröffnung leicht besser und kannte sich in dieser Variante anscheinend gut aus, so dass er seinen positionellen Vorteil Schritt für Schritt verstärken konnte. Er konnte einen schwachen Bauern gewinnen und schließlich die Partie.

In der 3. Runde hatte ich wieder Weiß, diesmal gegen Paul Krzesinski (DWZ 2059). Ich kam gut aus der Eröffnung. Nach einem taktischen Fehler meines Gegners hatte ich zwei Bauern mehr und stand gewonnen. Ich überschätzte den Scheinangriff meines Gegners und verteidigte mich falsch, so dass ich in ein verlorenes Endspiel mit Minusqualität gelangte, das mein Gegner souverän zum Sieg verwertete.

In Runde 4 traf ich mit Schwarz auf Nedjeljko Busic vom SC Bad Nauheim (DWZ 1909/ELO 2028). Mein Gegner hätte in der Eröffnung Vorteil bekommen können, nutzte seine Chancen aber nicht, so dass ich nach einem Damentausch in ein für mich leicht besseres Endspiel abwickeln konnte. Er hätte einen angegriffenen Bauern nicht verteidigen dürfen, wodurch er die Qualität verlor. Das entstandene Endspiel konnte ich dann leicht gewinnen.

In der 5. Runde hatte ich dann Weiß gegen Matthias Schramm vom SC Bad Soden (DWZ 1884, ELO 2024). Mein Kontrahent kam sehr gut aus der Eröffnung und stand im Mittelspiel positionell gewonnen, ich verlor einen wichtigen Zentralbauern. Mein Gegner fand jedoch nicht den richtigen Weg, meine Verteidigung zu durchbrechen und ich gewann den Bauern taktisch zurück. Im für mich nun leicht besseren Endspiel einigten wir uns nach dem turbulenten Partieverlauf auf Remis.

Das Schweizer System loste mir in Runde 6 einen alten Bekannten aus dem Vorjahr zu, Andreas Göbel vom SC Brett vorm Kopp Frankfurt am Main (DWZ 1905/ELO 1995). Mein Gegner fand eine remisliche Caro-Kann-Variante, in der keine Seite Vorteil erlangen konnte, so dass die Partie Remis endete.

Heute Vormittag um 10.15 Uhr ging es dann in Schlussrunde 7 mit Schwarz gegen Dr. Jörg-Martin Schultze vom SF Anderssen Wetzlar (DWZ 1902/ELO 2028). Ich kam gut aus der Eröffnung und konnte einen Bauern und später eine Qualität gewinnen. Ich stand klar gewonnen und suchte mir einen unnötigen komplizierten Gewinnweg aus, der meinem Gegner Gegenspiel und einen Freibauern brachte. Für beide Seiten war eine Zugwiederholung notwendig, um nicht in klaren Nachteil zu geraten und so endete die letzte Partie aus meiner Sicht unnötigerweise remis.

Fazit: Mein bisher bestes Ergebnis in Bad Homburg, sowohl nach Punkten als auch nach DWZ-Leistung, sowie mein bisher zweitbestes Turnierergebnis überhaupt (die bisher beste Turnierleistung schaffte ich vor 3 Wochen in Wunsiedel). Obwohl ich noch gute Chancen ausliess, konnte ich 34 DWZ- und 29-ELO-Punkte gewinnen, meine DWZ steigt erstmals über 1900 (1911). Die schönste Partie spielte ich gleich zum Auftakt gegen WFM Elaine Bamber.

Alle Ergebnisse und Zahlen vom 17. Rhein-Main-Open 2014 in Bad Homburg

Bericht beim SC Forchheim

 



Ein antwort

  1. […] chancenlos hinter sich. Jetzt mit Bericht in "Adrians Schachecke", seinem privaten Blog: Adrians Schachecke […]

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